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Der Schalt-Zyklus des Maya Kalenders
Die Maya hatten neben der genauen tropischen Kalenderführung hervorragende Kenntnisse über Mond-Phasen, Sonnenfinsternis-Zyklen, sowie über Venus-Phasen und deren Transite.
Es liegt auf der Hand, Knotenübergänge durch die Ekliptik, wie sie bei der Venus-Erde, Mond-Erde (Saros-Zyklus), sowie bei der Tag- und Nachtgleiche vorkommen, für Zeitmessungen zu nutzen. Dieses dürfte aber nur einer hohen Kultur vorbehalten sein. Unumstritten ist, daß die Sumer der Ursprung aller Kulturen sind. Sie waren nicht nur perfekte Baumeister und Mathematiker, was am Beispiel der Großen Pyramide von Gizeh bewiesen wurde, sondern auch hervorragende Astronomen. Alle Sternbilder des Zodiak (Tierkreis) stammen von ihnen. Der perfekte Kalender der Sumer wurde von ihnen schon Jahrtausende v. Chr. verbreitet. So finden wir ihn in Ägypten, in Mittelamerika bei den Maya, in Südamerika in den Anden in Tiahuanaco, sowie in Stonehenge in England.
Beschäftigen wir uns mit den beiden bekanntesten Kalendern, dem von den Maya geführten und dem von Stonehenge. Bis heute ist die wahre Bedeutung dieser beiden Kalender nicht bekannt. Die Altertumsforscher haben geforscht und gedeutet, und wo sie gar nichts wußten, mußten Götter und Mythen herhalten, bis schließlich nur noch Götterkalender mit Ritualen und Kultstätten übrig blieben. Der Maya-Kalender, der nachweislich seit ca. 3000 v. Chr. geführt wurde, beruht wie der von Stonehenge und der Sothis-Kalender auf dem gleichen Prinzip, das die Sumer eingeführt haben, den 4 jährigen Schaltzyklus. Dieser gilt auch heute noch.
Um eine äußerst hohe Zuverlässigkeit zu gewähren, d.h. Wiederholungen in einer langen Zeitspanne zu vermeiden, wurden Kombinationen gefunden, über die man nur staunen kann. Bei den Maya bestanden sie aus Zahnrädern und in Stonehenge aus Stein-Monolithen, die teilweise so schwer sind, daß sie niemand wegtransportieren konnte. Vielleicht war das auch Sinn der Sache, denn wir wissen ja, was mit den Verkleidungssteinen der Großen Pyramide geschehen ist. Beide Kalender aber dienten nur der Chronologie, also der Zählung von Tagen, Monaten und Jahren.
Als Vorgabe diente der präzise Sonnenumlauf der Erde von 365,24219878 Tagen, nach dem man sich zu richten hatte, genauso wie heute. Wehe man hätte den Schalttag alle 4 Jahre oder den zuviel geschalteten Tag alle 128 Jahre nicht berücksichtigt, dann wären Kalenderentgleisungen, wie mit den verlorenen 10 Tagen im Jahre 1582, wohl häufiger geschehen. Über einen Zeitraum von rund 6000 Jahren, den die Maya sowie deren Vorgänger mit ihrer Kalenderführung mindestens verbracht haben, würde nur eine gemogelte Minute pro Jahr einen heutigen Fehler von über 4 Tagen herbeigeführt haben. Diese "Pioniere der Steinzeit" waren nicht nur gute Mathematiker und Baumeister, sie mußten auch als hervorragende Astronomen über einen sehr langen Zeitraum zuvor den Lauf der Gestirne beobachtet und vermessen haben, um so einen präzisen, gebrauchsfertigen Kalender in Betrieb zu nehmen. Woher sollten sie sonst z.B. Kenntnisse über den 251-jährigen Venus-Zyklus haben, der gegenwärtig noch vollkommen unbekannt ist.
All ihre Berechnungen, ob Venus-Phasen, Sonnenfinsternis Vorraussagen usw., wurden von diesem Sonnenumlauf, dem 360° Umlauf der Erde um die Sonne, abgeleitet. Maya Städte, Teotihuacan, sowie Dendera und andere Tempel in Ägypten, sind mit 16° - 17° auf Sirius ausgerichtet. Für die Maya und ihre Vorgänger war Sirius der Mittelpunkt, um den sich alles dreht und der unseren Kalender bestimmt. Der seit Jahrtausenden beobachtete Ablauf des Zodiak weist unmittelbar auf ein Dual der Sonne hin. Von einer taumelnden Erde wußten sie nichts. Der von ihnen beobachtete und berechnete kosmische Ablauf funktionierte ohne eine taumelnde Erde perfekt.
Mit eingebauten astronomischen und mathematischen Kombinationen war es möglich, ihren Kalender so exakt zu führen und zu kontrollieren, daß er immer absolut genau ging. Dazu gehörte als erstes, bei beiden Kalendern den 4 jährigen Schaltjahr-Zyklus zu integrieren. Das Schwierigste dürfte wohl weiterhingewesen sein, die 128,18 Jahre zu berücksichtigen. Wohin es führt, wenn diese Jahre nicht beachtet werden, haben wir am Beispiel des Julianischen Kalenders mitbekommen, wo auf den 4. Oktober 1582 der 15. Oktober 1582 folgen mußte. Auch den Ägyptern, die den wahren Sothis-Kalender nicht mehr kannten, ist der Frühlingspunkt ständig davongelaufen, und die Nilflut setzte immer früher ein. Mit unserem gegenwärtigen Kalender hat man den alle 128 Jahre angewachsenen Tag , wie wir wissen, durch Fortlassen des Schalttages bei allen vollen Jahrhunderten, die sich durch 400 nicht teilen lassen, gelöst. Mit dem dreimaligen Auslassen eines Schalttages alle 400 Jahre, kommt der Gregorianische Kalender mit 133,33 Jahren (400 ÷ 3) recht nahe an die 128,18 Jahre. Alle 3320 Jahre aber taucht das Problem eines erneut angewachsenen Schalttages wieder auf.
Die Vorgänger der Maya haben die Zahl 52 gewählt, mit der sich nach 2,5 mal 52 Jahren = 130 Jahre, einerecht gute Annäherung zu den 128 Jahren ergibt. In Stonehenge hatte man sich für die Zahl 152 entschieden. Obwohl diese den Kalender besser absichert, hat sie einen Nachteil, welcher auch der Grund ist, daß Stonehenge heute so umstritten ist. Wir werden später darauf zurückkommen. Auch ich habe darüber nachgedacht und gerechnet. Es ist mir in der Tat gelungen, eine Zahl zu finden, die noch näher an die "magische" 128 herankommt als 152. Es ist die Zahl 136. Bald fand ich aber heraus, daß mit dieser in Stonehenge auch schon experimentiert wurde und man sie wieder verwarf. Den Grund dafür fand ich später, auch darauf komme ich noch zurück. Es gibt also nur die Zahl 52 und die Zahl 152, die zu einer Lösung führen.
Beginnen wir mit dem Maya-Kalender, der seinen Ursprung, wie schon angedeutet, bei den Sumer hatte. Er kam von da über Ägypten zu den Olmeken nach Mesoamerika. Von den Olmeken übernahmen ihn die Tolteken und anschließend die Maya. Der Kalender der Maya, besser bezeichnet als Chronometer, ist nichts anderes als ein Zählwerk, das aus 3 unterschiedlichen Zahnrädern besteht. Das größte hat 365 Zähne, das mittlere 20 Zähne und das kleinste 13 Zähne (siehe vereinfachte Zeichnung)*. Bei der nachfolgenden Erklärung werde ich bewußt die von den Maya benutzten Begriffe fortlassen. Diese würden die Erklärung des Kalenders nur kompliziert machen. Der eigentliche Sinn und Zweck aber bleibt selbstverständlich erhalten, und das ist ja das Wichtigste.

*(Graphic Design courtesy of John N. Harris)
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